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Ratgeber Geometrie und Logik

Das Tangram-Spiel: 7 Holzteile, Vorlagen und die richtigen Schritte für jedes Alter Das chinesische Legespiel verstehen, im passenden Moment anbieten und vom Kindergarten bis ins Erwachsenenalter lebendig halten

Das Tangram ist ein chinesisches Legespiel aus sieben Teilen, die aus einem einzigen Quadrat geschnitten sind: fünf Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm, mit denen man die Silhouetten von Tieren, Menschen oder Gegenständen nachlegt. Die Regel passt in eine Zeile, und doch wird das Spiel nie langweilig: Ein vierjähriges Kind legt seine ersten Formen auf eine gezeichnete Vorlage, während ein Erwachsener noch an Figuren tüftelt, die sich hartnäckig sträuben. In der Holzausführung liegt das Spiel Tangram gut in der Hand, bleibt auf dem Tisch an seinem Platz und hält jahrelangem Gebrauch stand.

Dieser Ratgeber fasst zusammen, was Sie für einen guten Start wissen sollten: wie die sieben Teile aufgebaut sind, ab welchem Alter sich das Spiel eignet, welche Aktivitäten Sie Schritt für Schritt zu Hause oder in der Gruppe anleiten können, welche Vorlagen sich nach Schwierigkeit ordnen lassen, wie Sie ein Tangram selbst basteln und worauf Sie beim Kauf eines Sets achten sollten. Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte finden außerdem Anregungen für den Kindergarten, das Vorschuljahr und die ersten Grundschulklassen.

Die Abschnitte bauen aufeinander auf, lassen sich aber auch einzeln lesen. Wenn Sie gerade erst überlegen, ob das Spiel zu Ihrem Kind passt, beginnen Sie mit den Grundlagen und den Altersstufen. Suchen Sie eher eine neue Idee für den nächsten Regentag, finden Sie sie bei den Aktivitäten und Vorlagen; die Übersichtstabelle am Ende fasst alles auf einen Blick zusammen.

Ursprung in China
7 Teile, 1 Quadrat
Von 4 Jahren bis ins Erwachsenenalter
Formen, Raum, Logik
Die Grundlagen

Was ist ein Tangram?

Ein Tangram ist ein flaches Legespiel aus sieben Teilen, den sogenannten „Tans“, die zusammengesetzt ein Quadrat ergeben. Für jede Vorlage gilt dieselbe Regel: Man legt eine Silhouette mit allen sieben Teilen nach, flach auf dem Tisch, Kante an Kante und ohne dass sich zwei Teile überlappen. Kein Teil bleibt übrig, keines kommt hinzu. Im Deutschen zählt man das Tangram deshalb zu den Legespielen: Gebaut wird nicht in die Höhe, sondern Stück für Stück auf der Fläche.

Seinen Reiz verdankt das Spiel dem Verhältnis der Teile zueinander, denn alle bauen auf dem kleinen Dreieck auf. Zwei kleine Dreiecke bedecken genau das Quadrat, das mittlere Dreieck oder das Parallelogramm, und ein mittleres Dreieck zusammen mit zwei kleinen Dreiecken bedeckt ein großes Dreieck. Das Kind entdeckt diese Gleichwertigkeiten mit den Händen, lange bevor es sie benennen kann.

Schema eines Tangrams: das Ausgangsquadrat, in sieben nummerierte Teile zerlegt 1 2 3 4 5 6 7
Das Ausgangsquadrat: 1 und 2 sind die großen Dreiecke, 3 ist das mittlere Dreieck, 4 das Quadrat, 5 und 6 sind die kleinen Dreiecke, 7 ist das Parallelogramm.

Wie viele Teile hat ein Tangram?

Ein klassisches Tangram hat immer 7 Teile, nicht mehr und nicht weniger. Sets mit 52 oder 250 Teilen bieten Formen in größerer Zahl, mit denen sich Mosaike und größere Figuren legen lassen: Damit spielt man anders, meist frei und ohne feste Vorlage. Die Tabelle zeigt, welchen Anteil jedes Teil am Quadrat hat.

Teil Anzahl Fläche Winkel
Großes Dreieck 2 je 1/4 des Quadrats 45°, 45° und 90°
Mittleres Dreieck 1 1/8 des Quadrats 45°, 45° und 90°
Kleines Dreieck 2 je 1/16 des Quadrats 45°, 45° und 90°
Quadrat 1 1/8 des Quadrats vier Winkel von 90°
Parallelogramm 1 1/8 des Quadrats zweimal 45° und zweimal 135°

Alle Winkel im Spiel messen 45°, 90° oder 135°. Deshalb ergänzen sich die Teile so gut: Ein Winkel von 45° an einem Winkel von 135° ergibt eine gerade Linie, und zwei Winkel von 45° bilden zusammen einen rechten Winkel.

Probieren Sie es selbst aus: Legen Sie die beiden kleinen Dreiecke mit ihren langen Seiten aneinander, und schon liegt ein Quadrat vor Ihnen, genauso groß wie das Quadrat des Spiels. Kinder lieben diese kleinen Entdeckungen, weil sie das Ergebnis sofort sehen und fühlen.

Woher kommt das chinesische Legespiel?

Das Tangram stammt aus China, wo es qi qiao ban heißt, was sich etwa mit „die sieben Brettchen der Geschicklichkeit“ übersetzen lässt. Die ältesten bekannten Sammlungen mit Figuren stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Danach erobert das Spiel Europa und Amerika, wo es rasch in Mode kommt; im Englischen spricht man bis heute auch vom Chinese puzzle.

Die Geschichte vom Diener, der eine Keramikfliese fallen lässt, die in sieben Stücke zerbricht und sich nicht mehr zusammensetzen lässt, ist eine Legende. Sie eignet sich trotzdem wunderbar, um einem Kind das Spiel vorzustellen: Aus dem Missgeschick der Figur entstehen Hunderte neuer Formen.

Die drei Regeln, die Sie kennen sollten

  • 1 Alle sieben Teile gehören in jede Figur, ohne Ausnahme.
  • 2 Nichts wird übereinandergelegt: Die Teile berühren sich an einer Kante oder einer Spitze, liegen aber nie aufeinander.
  • 3 Drehen und Wenden sind erlaubt: Jedes Teil darf gedreht oder umgedreht werden, bis es passt.

Bei den Jüngsten lockert man die erste Regel gern: Eine Vorlage mit drei oder vier Teilen ist ein hervorragender Einstieg.

Lernen

Was das Tangram beim Kind fördert

Hinter einer sehr einfachen Regel beansprucht jede Silhouette mehrere Fähigkeiten zugleich. Holz macht das Spielen dabei spürbar angenehmer: Die Teile haben ein gewisses Gewicht und eine Dicke, durch die sie sich leicht greifen, drehen und Kante an Kante ausrichten lassen, während ein Ausschnitt aus Papier verrutscht oder sich biegt. Die vier folgenden Bereiche zeigen, was dabei konkret auf dem Tisch geschieht.

Sich im Raum orientieren

Raum
Drehen, wenden, ausrichten

Um ein Dreieck in eine Silhouette einzupassen, muss sich das Kind zuerst vorstellen, wie es um eine Vierteldrehung gedreht aussieht, und das dann prüfen, indem es das Teil tatsächlich dreht. Mit jeder Runde sieht es die Drehung voraus, bevor es das Teil überhaupt bewegt.

Das Parallelogramm bringt eine zusätzliche Schwierigkeit mit: Es ist das einzige Teil, das man manchmal umdrehen muss, um sein Spiegelbild zu erhalten. Wer das verstanden hat, erlebt oft einen echten Aha-Moment.

Geübte Wörter: oben, unten, links, Spitze nach oben

Geometrie zum Anfassen

Geometrie
Seiten, Winkel, Flächen

Wenn das Kind die Teile übereinanderlegt, stellt es fest, dass zwei kleine Dreiecke das Quadrat bedecken und dass ein mittleres Dreieck mit zwei kleinen Dreiecken ein großes ergibt. So begreift es den Begriff der Fläche, ganz ohne Formel.

Es lernt außerdem, einen rechten Winkel zu erkennen, eine lange Seite von einer kurzen zu unterscheiden und Quadrat, Dreieck und Parallelogramm beim Namen zu nennen. Diese Wörter sind ihm vertraut, wenn sie später in der Schule auftauchen.

Fünf Dreiecke, ein Quadrat, ein Parallelogramm

Suchen, sich irren, neu ansetzen

Konzentration
Die eingebaute Fehlerkontrolle

Das Tangram korrigiert das Kind, ohne dass ein Erwachsener eingreifen muss: Bleibt ein Teil auf dem Tisch liegen oder ragt eine Spitze über die Silhouette hinaus, sieht es das selbst. Es probiert, nimmt weg, dreht, probiert erneut, ohne sich bewertet zu fühlen.

Diese unmittelbare Rückmeldung hält die Lust am Suchen wach. Eine Figur, die nach mehreren Versuchen gelingt, macht Lust auf die nächste, die ein wenig schwieriger ist.

Der Fehler wird auf dem Tisch sichtbar und dort korrigiert

Erzählen und erfinden

Sprache
Beschreiben, erklären, sich etwas ausdenken

Liegt die Silhouette fertig da, bekommt sie einen Namen und eine Geschichte: Die Katze lauert auf einen Vogel, das Boot sticht in See. Danach erfindet das Kind eigene Figuren und gibt ihnen einen Titel.

Spielen zwei Kinder zusammen, muss jedes ein Teil genau beschreiben („das mittlere Dreieck, die Spitze zum Fenster“) oder erklären, wie es die Lösung gefunden hat: eine hervorragende Wortschatzübung.

Ein Anlass zum Sprechen ebenso wie zum Bauen

„Die Hände sind die Werkzeuge der menschlichen Intelligenz.“

Maria Montessori, Das kreative Kind

Das Tangram zeigt diesen Gedanken sehr anschaulich: Das Kind versteht Geometrie, indem es Teile verschiebt, lange bevor es ihr in einem Schulheft begegnet.

Stufen nach Alter

Ab welchem Alter eignet sich das Tangram?

Mit etwa 4 Jahren haben die meisten Kinder Freude daran, eine erste Vorlage nachzulegen. Die Teile sind klein: Ein Tangram gehört nie in die Hände eines Kindes unter 3 Jahren, und zwischen 3 und 4 Jahren wird es nur unter den Augen eines Erwachsenen benutzt.

Wie schwer das Spiel fällt, hängt weniger vom Alter ab als von der Art der Vorlage. Hier sind die vier Stufen, die wir empfehlen. Bleiben Sie auf jeder Stufe so lange, wie das Kind Freude daran hat. Die Altersangaben sind Richtwerte: Manche Fünfjährige knobeln schon begeistert an Schatten ohne Linien, andere legen bis 6 Jahre lieber direkt auf die Vorlage.

01 4-5 Jahre • Kindergarten

Tangram im Kindergarten: die Teile auf die Vorlage legen

Formen erkennen und deckungsgleich auflegen

Die Vorlage ist in der Originalgröße der Teile gedruckt, und jedes Teil ist darin eingezeichnet. Das Kind sucht zu jeder Form das passende Teil und legt es darauf, ähnlich wie bei einem Einlegepuzzle. Beginnen Sie mit Figuren aus drei oder vier Teilen (einem Haus, einem Boot) und gehen Sie dann zu vollständigen Silhouetten über.

  • Die Teile benennen: großes Dreieck, kleines Dreieck, Quadrat.
  • Die Kanten deckungsgleich auflegen, ohne über die Linien hinauszuragen.
  • Zum Schluss alle sieben Teile wieder in ihr Tablett legen.
Zur Orientierung: Die Figur ist gelungen, wenn keine Linie der Vorlage mehr hervorschaut.
02 5-6 Jahre • Vorschuljahr

Im Vorschuljahr: die Silhouette ohne Innenlinien

Herausfinden, wo die Grenzen verlaufen

Die Vorlage behält die Originalgröße, ist aber nur noch ein voller Schatten: Die Linien zwischen den Teilen sind verschwunden. Das Kind muss erschließen, wo jedes Teil endet. Die beiden großen Dreiecke sind dabei der beste Ausgangspunkt, denn sobald sie liegen, füllen sie bereits die Hälfte der Silhouette.

  • Zuerst die beiden großen Dreiecke platzieren.
  • Alle Drehungen ausprobieren, bevor man das Teil wechselt.
  • Daran denken, das Parallelogramm umzudrehen, wenn nichts mehr passt.
Zur Orientierung: Kommt das Kind nicht weiter, zeigen Sie den Platz eines einzigen Teils, nicht die ganze Lösung.
03 6-8 Jahre • 1. bis 3. Klasse

Tangram in der Grundschule: eine verkleinerte Vorlage nachlegen

Proportionen vergleichen

Die Vorlage ist jetzt kleiner als die Teile, darauflegen geht also nicht mehr. Das Kind baut neben der Karte, schaut auf, vergleicht Längen und Winkel und korrigiert. In diesem Alter kommen die nach Schwierigkeitsstufen geordneten Aufgabenkarten zum Zug, die sich im eigenen Tempo nacheinander lösen lassen.

  • Die rechten Winkel und die langen geraden Linien der Vorlage erkennen.
  • Die Seitenlängen auf der Karte mit denen der Teile vergleichen.
  • Gelöste Karten festhalten, um die eigenen Fortschritte zu sehen.
Zur Orientierung: Eine Stoppuhr kann Spaß machen, solange man Kinder nie miteinander vergleicht.
04 Ab 8 Jahren • mit der Familie

Erfinden, sich herausfordern, Paradoxien lösen

Eigene Figuren gestalten

Die Kinder erfinden eigene Figuren, zeichnen ihren Umriss nach und geben sie an Bruder, Schwester oder Eltern weiter. Die Neugierigsten wagen sich an die Paradoxien, etwa an die zwei Mönche von Dudeney: zwei fast identische Silhouetten, die eine mit Fuß, die andere ohne, beide aus denselben sieben Teilen gelegt.

  • Ein Heft mit eigenen Vorlagen führen.
  • Die 13 konvexen Formen suchen, die sich mit den sieben Teilen legen lassen.
  • Zu zweit mit zwei gleichen Spielen knobeln.
Zur Orientierung: In diesem Alter teilen Kinder das Tangram gern mit den Erwachsenen.
Gemeinsam ausprobieren

Tangram-Spiel für Kinder: Aktivitäten Schritt für Schritt

Vorlagen nachzulegen ist nur eine von vielen Möglichkeiten zu spielen. Hier finden Sie fünf Aktivitäten für zu Hause wie für die Gruppe, geordnet von der einfachsten bis zur anspruchsvollsten. Für alle genügt ein einziges Set mit sieben Teilen pro Kind, und je nach Lust dauern sie zehn Minuten bis eine halbe Stunde. Sie müssen nicht alle der Reihe nach durchspielen: Wählen Sie die Aktivität, die zum Alter und zur Stimmung des Kindes passt, und kehren Sie ruhig zu einer leichteren zurück, wenn die Konzentration nachlässt.

  1. 01 Ab 3 Jahren, mit einem Erwachsenen

    Der Fühlbeutel

    Ziel: Formen durch Tasten erkennen

    1. Stecken Sie die sieben Teile in einen Stoffbeutel oder eine kleine, undurchsichtige Schachtel.
    2. Nennen Sie ein Teil, zum Beispiel „das Quadrat“ oder „ein großes Dreieck“. Das Kind sucht es mit den Fingern, ohne hinzusehen.
    3. Es holt das Teil heraus und prüft selbst, ob es das richtige gefunden hat.
    4. Dann tauschen Sie die Rollen: Jetzt fragt das Kind, und Sie suchen.
  2. 02 4-5 Jahre

    Die ersten Kombinationen

    Ziel: Entdecken, dass die Teile gleichwertig sind

    1. Geben Sie dem Kind nur die beiden kleinen Dreiecke und bitten Sie es, daraus ein Quadrat zu legen.
    2. Mit denselben Teilen entsteht danach ein Dreieck und anschließend ein Parallelogramm.
    3. Nehmen Sie das mittlere Dreieck dazu: Wie lässt sich damit ein großes Dreieck bedecken?
    4. Lassen Sie das Kind die Teile übereinanderlegen, damit es ihre Flächen vergleichen kann.
  3. 03 5-6 Jahre

    Die Vorlage vervollständigen

    Ziel: Von der geführten Vorlage zur Selbstständigkeit

    1. Legen Sie vor den Augen des Kindes eine vollständige Figur auf eine Vorlage in Originalgröße.
    2. Nehmen Sie zwei Teile weg: Das Kind legt sie an ihren Platz zurück.
    3. Wiederholen Sie das Spiel und nehmen Sie drei, dann vier Teile weg.
    4. Legt es alle sieben wieder richtig hin, bieten Sie dieselbe Figur als vollen Schatten an.
  4. 04 Ab 6 Jahren, zu zweit

    Das Beschreibungsspiel

    Ziel: Eine Lage im Raum beschreiben und verstehen

    1. Jeder Spieler hat sein eigenes Set mit sieben Teilen; ein aufgestelltes Buch dient als Sichtschutz.
    2. Der erste Spieler legt hinter dem Sichtschutz eine einfache Figur.
    3. Er beschreibt sie in Worten: „Das große Dreieck, Spitze nach unten, berührt links das Quadrat.“
    4. Der zweite baut nach der Beschreibung nach; dann wird der Sichtschutz entfernt, und beide vergleichen.
  5. 05 Ab 7 Jahren

    Das Schattenheft

    Ziel: Eigene Vorlagen erfinden und weitergeben

    1. Das Kind erfindet mit den sieben Teilen auf einem weißen Blatt eine eigene Figur.
    2. Es zeichnet den Umriss mit Bleistift nach, nimmt die Teile weg und malt die Fläche mit schwarzem Filzstift aus.
    3. Es gibt seinem Schatten einen Titel und notiert die Lösung auf der Rückseite des Blattes.
    4. Das Heft geht in der Familie oder in der Klasse herum: Alle versuchen sich an den Vorlagen der anderen.
  6. In der Klasse oder in der Gruppe

    Planen Sie ein Set pro Kind ein: Wenn sich mehrere Kinder sieben Teile teilen müssen, gibt es schnell Streit. Bei den Vierjährigen im Kindergarten reichen Vorlagen in Originalgröße mit eingezeichneten Innenlinien. Im Vorschuljahr kann eine gut sichtbar aufgehängte Silhouette dazu dienen, dass jedes Kind für sich sucht und die Gruppe anschließend die gefundenen Lösungen vergleicht.

    Damit nichts durcheinandergerät, bekommt jeder Tisch ein Set in einer eigenen Farbe, oder Sie markieren die Rückseite der Teile unauffällig.

Figuren zum Nachlegen

Tangram-Vorlagen: Tiere, Menschen und Gegenstände

Seit dem 19. Jahrhundert sind Hunderte klassischer Figuren im Umlauf, und jeder kann neue erfinden. Für ein Kind lassen sie sich in drei Familien ordnen, von der anschaulichsten bis zur anspruchsvollsten. Die meisten Sets enthalten Karten oder ein Vorlagenheft; die Vorlagen, die unserem Tangram im Stoffbeutel beiliegen, sind ein gutes Beispiel dafür.

Eine gute Tangram-Vorlage erkennen Sie an drei Dingen: Sie passt in ihrer Größe zu den Teilen, sie verrät je nach Stufe mehr oder weniger von der Lösung, und das Kind erkennt sofort, was es darstellen soll. Fangen Sie lieber mit einer Figur an, die das Kind selbst benennen kann, als mit der kunstvollsten Silhouette aus dem Heft.

Tangram-Tiere

Sitzende Katze, Hase, Fuchs, Vogel, Schwan, Fisch

Die Lieblingsfamilie der Kinder, weil sie schnell erkennen, was unter ihren Händen entsteht. Zwei kleine Dreiecke werden zu den Ohren der Tangram-Katze, ein großes Dreieck zu ihrem Körper; das Parallelogramm verwandelt sich oft in einen Schwanz oder einen Hals. Die Silhouetten sind kompakt und haben große, geschlossene Flächen: ideal für die ersten Schatten ohne Linien.

Empfohlene erste Vorlage: die sitzende Katze

Menschen in Bewegung

Wanderer, Läufer, Tänzerin, Eisläufer, Mönch

Mit starren Teilen einen Körper in Bewegung anzudeuten, verlangt mehr Beobachtung. Das Quadrat dient oft als Kopf, die großen Dreiecke als Oberkörper oder Rock, die kleinen Dreiecke als Füße und Hände. Diese Figuren sind feiner, und manche Teile berühren sich nur an einer Spitze: Man hebt sie sich für das Vorschuljahr und die Zeit danach auf.

Empfohlene erste Vorlage: der Wanderer

Gegenstände und Gebäude

Haus, Segelboot, Brücke, Pfeil, Buchstaben und Ziffern

Gerade, oft symmetrische Formen, die sich leicht zerlegen lassen: Das Dach eines Hauses ist ein großes Dreieck, das Segel eines Bootes ebenfalls. Das sind die besten Vorlagen für die allerersten Versuche mit drei oder vier Teilen und danach für die ersten vollständigen Figuren. Buchstaben und Ziffern begeistern Kinder, die gerade schreiben lernen.

Empfohlene erste Vorlage: das Haus

Tangram-Figuren und geometrische Formen: Was lässt sich legen?

Über die Silhouetten hinaus lassen sich mit den sieben Teilen auch geometrische Formen bauen. Mathematiker haben gezeigt, dass genau 13 konvexe Vielecke möglich sind, also Formen ganz ohne Einbuchtung: ein Dreieck, sechs Vierecke (darunter das Ausgangsquadrat, ein Rechteck und ein Parallelogramm), zwei Fünfecke und vier Sechsecke.

Für Kinder ab 8 Jahren ist es eine spannende Herausforderung, sie eine nach der anderen aufzuspüren. Jüngere Kinder beginnen am besten mit Formen aus zwei oder drei Teilen: einem Quadrat aus zwei kleinen Dreiecken, einem Rechteck aus dem Quadrat und zwei kleinen Dreiecken oder einem großen Dreieck aus dem mittleren Dreieck und den beiden kleinen.

Tangram-Lösungen finden: drei Tipps für jede Vorlage

1. Mit den großen Dreiecken beginnen

Zusammen bedecken sie die Hälfte der Fläche. Wer sie zuerst platziert, legt den Körper der Figur fest und schränkt die Möglichkeiten für die übrigen Teile deutlich ein.

2. Das Parallelogramm umdrehen

Wenn gar nichts mehr passt, liegt es oft an ihm. Anders als die Dreiecke und das Quadrat ändert es seine Ausrichtung, wenn man es umdreht: Seine Rückseite zeigt sein Spiegelbild.

3. Nach rechten Winkeln suchen

Suchen Sie die rechtwinkligen Ecken der Silhouette: Dort findet oft ein Dreieck oder das Quadrat seinen Platz. Sehr spitze Zacken dagegen verlangen nach einem Winkel von 45°.

Selbst gemacht

Wie bastelt man ein Tangram?

Zum Kennenlernen ist ein Tangram aus Papier in einer Viertelstunde gebastelt, ganz ohne komplizierte Messungen: Es genügt zu falten und zu schneiden. Ein Kind von 5 oder 6 Jahren kann die Faltarbeit übernehmen, während der Erwachsene schneidet. Die Teile selbst herzustellen ist schon eine schöne Geometriestunde: Das Kind sieht, wie jedes Teil aus dem Quadrat entsteht, und versteht dadurch ganz nebenbei, warum die Teile später so genau zusammenpassen.

  1. 1

    Ein exaktes Quadrat ausschneiden

    Zeichnen Sie ein Quadrat mit etwa 16 cm Seitenlänge und schneiden Sie es aus. Je genauer die rechten Winkel, desto besser passen die Teile später zusammen.

  2. 2

    Das Quadrat halbieren

    Falten Sie das Quadrat entlang einer Diagonale, Spitze auf Spitze, und schneiden Sie entlang der Falz: Sie erhalten zwei große dreieckige Hälften.

  3. 3

    Die beiden großen Dreiecke gewinnen

    Falten Sie die erste Hälfte noch einmal, Spitze auf Spitze, und schneiden Sie entlang der Falz. Die beiden großen Dreiecke sind fertig.

  4. 4

    Das mittlere Dreieck abtrennen

    Klappen Sie bei der zweiten Hälfte die Spitze des rechten Winkels bis zur Mitte der langen Seite um. Schneiden Sie entlang der Falz: Das kleine umgeklappte Stück ist das mittlere Dreieck, übrig bleibt ein Trapez.

  5. 5

    Das Trapez halbieren

    Falten Sie das Trapez so, dass seine beiden Spitzen aufeinanderliegen, und schneiden Sie entlang der Falz. Sie erhalten zwei gleiche Trapeze mit je zwei rechten Winkeln.

  6. 6

    Die letzten vier Teile schneiden

    Markieren Sie bei jedem Trapez die Mitte der langen Seite. Beim ersten schneiden Sie vom Ende der kurzen Seite, das dem rechten Winkel gegenüberliegt, bis zu dieser Mitte: So entstehen ein Quadrat und ein kleines Dreieck. Beim zweiten schneiden Sie von der rechtwinkligen Ecke der kurzen Seite bis zu dieser Mitte: So entstehen ein kleines Dreieck und ein Parallelogramm.

Papier oder Holz: Was sich im Alltag unterscheidet

Ein Tangram aus Papier reicht völlig aus, um das Spiel auszuprobieren oder eine ganze Klasse damit auszustatten. Doch die Ecken stumpfen ab, die Teile heben sich beim kleinsten Luftzug, und irgendwann verschwindet meist ein kleines Dreieck. Für ein Spiel, das im Regal bleibt und über Jahre immer wieder hervorgeholt wird, behält ein Holztangram seine sauberen Kanten und kommt in sein Tablett oder seine Schachtel zurück. Unsere Modelle finden Sie in der Kategorie Tangram Puzzle und Legespiele.

Einrichtung

Das Tangram zu Hause oder in der Klasse einrichten

Ein Kind konzentriert sich besser, wenn alles vorbereitet ist und in seiner Reichweite liegt. Schon wenige, einfache Entscheidungen genügen, damit das Tangram zu einer Beschäftigung wird, die das Kind von sich aus wählt, ohne dass man sie ihm vorschlagen muss. Das gilt im Kinderzimmer ebenso wie in der Leseecke einer Kita oder auf dem Fensterbrett eines Klassenzimmers.

Eine klar begrenzte Fläche

Ein Tablett, ein einfarbiges Platzset oder ein Stück Filz: So bleiben die Teile beisammen, und das Kind sieht, wo sein Arbeitsplatz endet. Eine matte, einfarbige Unterlage verhindert außerdem, dass die Teile verrutschen.

Die Vorlage im Blick

Legen Sie die Karte oberhalb des Tabletts vor das Kind, nicht seitlich daneben: Es soll Vorlage und Teile mit einem einzigen Blick erfassen. Ein Tisch in Kinderhöhe und gutes Licht erledigen den Rest.

Vorlagen, die es selbst auswählt

Ordnen Sie die Karten nach Schwierigkeit in einer Schachtel oder einem Ordner in Reichweite des Kindes. Es nimmt sich selbst die nächste, sobald es sich bereit fühlt, und legt die gelöste zurück.

Aufräumen mit Kontrolle

Zum Schluss kommen die sieben Teile in das Tablett, die Schachtel oder den Beutel zurück, und dabei wird gezählt. Ein verlorenes Teil macht das Spiel unvollständig: Dieses kleine Ritual erspart so manche Suche unter dem Sofa.

Besser vermeiden

Typische Fehler, die Kinder entmutigen

Wenn ein Kind sein Tangram links liegen lässt, liegt es selten am Spiel selbst, sondern meist am Schwierigkeitsgrad der Vorlage oder an der Art der Begleitung. Hier sind die sechs Stolperfallen, die uns am häufigsten begegnen. Die gute Nachricht: Jede davon lässt sich mit einer kleinen Änderung beheben, und meist kehrt die Lust am Spiel schnell zurück.

Mit einem Schatten ohne Linien beginnen

Eine volle Silhouette gleich am ersten Tag entmutigt fast alle Vierjährigen. Beginnen Sie mit Vorlagen in Originalgröße, in denen jedes Teil eingezeichnet ist.

Die Lösung zu früh verraten

Geben Sie lieber einen Hinweis („Wie wäre es, wenn du mit einem großen Dreieck anfängst?“) oder zeigen Sie den Platz eines einzigen Teils. So bleibt dem Kind die Freude, es selbst geschafft zu haben.

Eine Vorlage im falschen Maßstab wählen

Damit das Kind die Teile auf die Vorlage legen kann, muss die Zeichnung genau ihre Größe haben. Eine verkleinerte Vorlage, die sich nicht bedecken lässt, ist etwas für ältere Kinder.

Sofort alle sieben Teile verlangen

Die Regel der sieben Teile ist das Ziel, nicht der Ausgangspunkt. Figuren aus drei oder vier Teilen sind für ein vierjähriges Kind eine ganz normale Etappe.

Aus dem Spiel einen Wettkampf machen

Wer zwei Kinder vergleicht oder sie mit der Stoppuhr antreibt, nimmt ihnen die Lust am Suchen. Der einzige Gegner ist die Silhouette.

Mehrere Spiele vermischen

Zwei Tangrams in unterschiedlichen Größen in derselben Schachtel, und keine Figur geht mehr auf. Halten Sie jedes Spiel vollständig und in seiner eigenen Verpackung.

Gut auswählen

Tangrams im Vergleich: die Kriterien, die beim Kauf zählen

Alle Tangrams haben dieselben sieben Teile, aber nicht alle spielen sich gleich angenehm. Vor dem Kauf helfen sechs Fragen, das Modell zu finden, das zum Alter des Kindes passt und zu der Art, wie es spielen wird: allein zu Hause, auf Reisen oder mit anderen.

Für wen?

Die Größe der Teile

Für ein Kind von 4 oder 5 Jahren lassen sich große Teile leichter greifen und ausrichten. Taschenformate eignen sich besser für ältere Kinder, die die Handgriffe schon beherrschen, und für unterwegs.

Leicht zu greifen?

Die Dicke

Ein dickes Teil lässt sich mühelos vom Tisch aufnehmen und liegt sicher zwischen Daumen und Zeigefinger. Ist es zu dünn, rutscht es unter den Fingern weg und ärgert die Jüngsten.

Wohin mit den Teilen?

Die Aufbewahrung

Tablett, Schachtel oder Beutel: Ohne Aufbewahrung fehlt einem Tangram schnell ein Teil. Ein Tablett hat noch einen Vorteil: Das Quadrat zum Aufräumen wieder zusammenzusetzen, wird selbst zur Übung.

Womit anfangen?

Die mitgelieferten Vorlagen

Prüfen Sie, ob das Spiel Vorlagen enthält und welche: in Originalgröße mit Innenlinien für den Einstieg, als Schatten für die nächsten Schritte, mit Lösungen, falls eine Figur einmal hakt. Nach Stufen geordnete Karten ersparen die Suche nach der passenden Vorlage.

Welcher Look?

Bunt oder naturbelassen

Teile in verschiedenen Farben helfen den Kleinen, die Formen zu unterscheiden und zu benennen. Eine einheitliche Farbe lässt die fertige Figur dem Schatten der Vorlage ähnlicher sehen, was die Größeren zu schätzen wissen.

Wie viele Spieler?

Ein Spiel oder mehrere

Tangram spielt man allein. Wer in der Familie oder in der Klasse spielen möchte, plant ein Spiel pro Kind ein oder wählt ein Set, das mehrere Spiele und Vorlagen für mehrere Kinder vereint.

Für den ersten Kauf empfehlen wir ein Holztangram in mittlerer Größe, mit Tablett oder Schachtel und mit Vorlagen, die schrittweise schwieriger werden. Das Taschenformat kommt später für unterwegs dazu, das große Set dann, wenn das Kind gern eigene Figuren erfindet. Ein gutes Tangram begleitet ein Kind viele Jahre: Es lohnt sich also, beim ersten Kauf auf Aufbewahrung und Vorlagen zu achten, statt auf möglichst viele Teile.

Unsere Auswahl

Unsere Tangrams und Formenspiele, vom Taschenformat bis zum großen Set

Hier sind die Spiele, die wir empfehlen, geordnet nach ihrem Einsatz: kennenlernen, mitnehmen, mit Karten Fortschritte machen, zu mehreren spielen oder frei gestalten. Die Altersangabe entspricht der Produktseite, auf der Sie auch alle Einzelheiten zu jedem Spiel finden. Wenn Sie unsicher sind, womit Sie beginnen sollen, hilft Ihnen die Übersichtstabelle im nächsten Abschnitt, das Format zu wählen, das zum Alter Ihres Kindes passt.

Ab 3 Jahren 7 Teile + Tablett
Klassisches Tangram mit sieben farbigen Holzteilen und dem passenden Tablett

Montessori Tangram aus Holz – 7 geometrische Formen

Das klassische Grundspiel: sieben Teile in unterschiedlichen Farben, die zum Aufräumen als Quadrat in ihr Holztablett zurückkommen. Kleines Format, leicht mitzunehmen. Auf der Produktseite steht, wie Sie eine Datei mit Silhouetten zum Nachlegen samt Lösungen erhalten.

Zum Kennenlernen und Benennen der Formen Zum Produkt
Ab 6 Jahren Für unterwegs
Tangram-Spiel aus Holz mit seinem Stoffbeutel mit Kordelzug

Holz-Tangram im Stoffbeutel

Die sieben klassischen Teile in einem Baumwollbeutel mit Kordelzug. Er passt in jede Handtasche, ob für die Bahnfahrt, das Wartezimmer oder den Urlaub, und taugt nebenbei als perfekter Fühlbeutel. Vorlagen zum Nachlegen liegen dem Spiel bei.

Zum Spielen überall, ganz ohne Bildschirm Zum Produkt
Ab 6 Jahren Karten nach Stufen
Holz-Tangram in einer Metalldose mit Vorlagekarten

Holz-Tangram mit Vorlagekarten in der Metalldose

Ein Tangram in einer Metalldose, mit Vorlagekarten in mehreren Schwierigkeitsstufen zum Nachlegen. Das Kind arbeitet die Karten von der leichtesten bis zur schwierigsten durch oder legt eigene Muster.

Um Karte für Karte Fortschritte zu machen Zum Produkt
Ab 3 Jahren 52 Teile + 16 Vorlagen
Tangram-Set mit 52 Holzteilen und einem Heft mit 16 Vorlagen

Tangram-Set mit 52 Teilen und Vorlagenheft

52 Holzteile, ein Heft mit 16 Vorlagen und eine kompakte Aufbewahrungsbox. Mehr Teile bedeuten größere und abwechslungsreichere Figuren als mit einem Tangram aus sieben Teilen, allein oder gemeinsam gelegt.

Für Familien und Geschwister Zum Produkt
Ab 3 Jahren 250 Teile
Großes Set mit 250 farbigen geometrischen Holzteilen

Großes Set mit 250 Holzformen

250 Holzteile in verschiedenen Formen und Farben für Mosaike und freie Kreationen. Es ist kein Tangram aus sieben Teilen, sondern seine kreative Fortsetzung, wenn das Kind gern Formen ohne vorgegebene Vorlage zusammensetzt.

Zum freien Gestalten im großen Stil Zum Produkt
Ab 3 Jahren Vor dem Tangram
Geometrisches Formpuzzle aus Holz mit seinen Teilen und dem Sockel

Geometrisches Formpuzzle aus Holz

Geometrische Teile, die in ihren Holzsockel zurückgelegt werden. Auf den ersten Blick einfacher als ein Tangram, verlangt es doch schon, die Formen zu drehen, damit sie hineinpassen: eine gute Vorbereitung für Kinder, die für die sieben Teile noch nicht so weit sind.

Zur Vorbereitung auf das Tangram Zum Produkt
Auf einen Blick

Übersichtstabelle: das passende Tangram für jedes Alter

Für jede Altersstufe finden Sie hier die Art der Vorlage, die Sie anbieten können, was das Kind dabei lernt, die passende Aktivität aus diesem Ratgeber und das Spielformat, das am besten geeignet ist. Die Altersangaben bleiben Richtwerte: Richten Sie sich zuerst nach der Freude und den Fortschritten Ihres Kindes. Eine Stufe zu überspringen bringt selten etwas, eine Stufe länger auszukosten dagegen fast immer.

Alter Art der Vorlage Was das Kind lernt Empfohlene Aktivität Spielformat
3-4 Jahre Noch keine Vorlage: einfache Formenspiele, unter Aufsicht Ein Dreieck, ein Quadrat erkennen; ein Teil drehen, bis es hineinpasst Fühlbeutel, geometrisches Formpuzzle Puzzle mit Sockel, Tangram mit Tablett
4-5 Jahre Vorlage in Originalgröße mit Innenlinien, 3 bis 7 Teile Die Teile benennen, Kanten deckungsgleich auflegen Die ersten Kombinationen Tangram mit Tablett, große Teile
5-6 Jahre Voller Schatten in Originalgröße, ohne Linien Schlussfolgern, eine Drehung vorhersehen, das Parallelogramm umdrehen Die Vorlage vervollständigen Tangram mit Karten oder Vorlagenheft
6-8 Jahre Verkleinerte Vorlage, neben der Karte nachzulegen Proportionen vergleichen, eine Lage beschreiben Das Beschreibungsspiel Dose mit Karten nach Stufen, Tangram im Taschenformat
Ab 8 Jahren Freies Gestalten, Paradoxien, konvexe Formen Logisch denken, erfinden, den eigenen Lösungsweg erklären Das Schattenheft Tangram im Taschenformat, Set mit 52 oder 250 Teilen
Häufige Fragen

Ihre Fragen zum Tangram

Die Fragen, die uns Eltern, Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte am häufigsten stellen, mit kurzen und praktischen Antworten.

Was ist ein Tangram?

Ein Tangram ist ein chinesisches Legespiel aus sieben flachen Teilen, den Tans, die aus einem Quadrat geschnitten sind: zwei große Dreiecke, ein mittleres Dreieck, zwei kleine Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm. Ziel ist es, eine Silhouette (Tier, Mensch, Gegenstand) mit allen sieben Teilen nachzulegen, flach auf dem Tisch und ohne dass sich die Teile überlappen.

Wie viele Teile hat ein Tangram?

Ein klassisches Tangram hat immer 7 Teile: 5 Dreiecke in drei Größen, 1 Quadrat und 1 Parallelogramm. Sets mit mehr Teilen dienen dazu, Mosaike oder größere Figuren zu legen: Damit spielt man eher frei als nach der Regel der sieben Teile. Zählen Sie nach dem Spielen kurz nach: Fehlt ein Teil, lässt sich keine klassische Vorlage mehr vollständig legen.

Ab welchem Alter eignet sich das Tangram?

Mit etwa 4 Jahren, mit Vorlagen in Originalgröße, in denen jedes Teil eingezeichnet ist. Mit 5 bis 6 Jahren geht das Kind zu vollen Schatten über, mit 6 bis 8 Jahren zu verkleinerten Vorlagen. Zwischen 3 und 4 Jahren kann es die Teile schon unter Aufsicht eines Erwachsenen in die Hand nehmen; unter 3 Jahren sind die Teile zu klein, und das Spiel ist nicht geeignet.

Wie bastelt man ein Tangram selbst?

Schneiden Sie ein Quadrat aus festem Papier aus, falten Sie es entlang einer Diagonale und schneiden Sie es in zwei Hälften. Die erste Hälfte falten und schneiden Sie noch einmal: Das sind die großen Dreiecke. Bei der zweiten klappen Sie den rechten Winkel bis zur Mitte der langen Seite um und schneiden: So entstehen das mittlere Dreieck und ein Trapez. Halbieren Sie das Trapez und schneiden Sie aus jeder Hälfte ein kleines Dreieck und, je nach Hälfte, das Quadrat oder das Parallelogramm.

Welche Tangram-Figuren eignen sich für den Anfang?

Einfache, symmetrische Gegenstände sind die besten ersten Vorlagen: ein Haus, ein Segelboot, ein Pfeil. Danach kommen Tiere mit großen, geschlossenen Flächen wie die sitzende Tangram-Katze oder der Fisch. Menschen in Bewegung sind feiner und kommen später an die Reihe. Mit den sieben Teilen lassen sich außerdem 13 konvexe geometrische Formen legen, eine schöne Herausforderung für die Größeren.

Wird das Tangram im Kindergarten und in der Grundschule eingesetzt?

Ja, es ist eine verbreitete Beschäftigung, um Formen erkennen und zusammensetzen zu lernen. Bei den Vierjährigen legen die Kinder die Teile auf Vorlagen in Originalgröße mit Innenlinien; im Vorschuljahr legen sie volle Silhouetten nach, und in den ersten Grundschulklassen arbeiten sie mit verkleinerten Vorlagen. Planen Sie ein vollständiges Set pro Kind ein, damit jedes Kind in Ruhe suchen und seine eigene Lösung finden kann.

Mein Kind findet die Tangram-Lösung nicht: Was tun?

Gehen Sie zuerst zu einer leichteren Vorlage mit Innenlinien zurück, damit das Kind wieder Freude am Gelingen hat. Bei der schwierigen Vorlage geben Sie lieber einen Hinweis als die Lösung: Schlagen Sie vor, mit den beiden großen Dreiecken zu beginnen, oder zeigen Sie den Platz eines einzigen Teils. Denken Sie auch an das Parallelogramm: Manchmal muss man es umdrehen.

Warum muss man das Parallelogramm manchmal umdrehen?

Die Dreiecke und das Quadrat behalten ihre Form, wenn man sie umdreht, das Parallelogramm aber nicht: Umgedreht zeigt es sein Spiegelbild. Manche Silhouetten lassen sich nur mit dieser Seite vervollständigen. Wenn gar nichts mehr passt, ist es oft das erste Teil, das man umdrehen sollte.

Ist es schwer, das Ausgangsquadrat wieder zu legen?

Ja, schwerer als man denkt: Ohne Tablett braucht es oft mehrere Versuche, um aus den sieben Teilen wieder das Quadrat zu legen, selbst für Erwachsene. Bei den Jüngsten nutzen Sie das Aufbewahrungstablett als Vorlage oder beginnen mit dem kleinen Quadrat aus zwei kleinen Dreiecken.

Ist das Tangram ein Montessori-Spiel?

Das Tangram wurde nicht von Maria Montessori entwickelt: Es stammt aus China und existierte lange vor ihrer Pädagogik. Es passt dennoch sehr gut dazu, weil man es mit den Händen begreift, das Kind seine Fehler selbst erkennt und es in seinem eigenen Tempo vorankommt, von einer einfachen zu einer abstrakteren Vorlage. Deshalb findet es auch in einer Montessori-Umgebung gut seinen Platz im Regal, neben den übrigen Formen- und Rechenspielen.

Wie spielt man Tangram zu mehreren?

Jeder Spieler hat sein eigenes Set. Man kann gleichzeitig dieselbe Figur suchen und die Lösungen vergleichen, sich gegenseitig herausfordern, indem man den Umriss eigener Kreationen nachzeichnet, oder das Beschreibungsspiel spielen: Einer beschreibt eine versteckte Figur, der andere legt sie nach seinen Worten nach. Bei den Jüngsten verzichten Sie besser auf die Stoppuhr.

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