Handgefertigtes Naturholzspielzeug & schadstofffreie Farben
‹ Katalog Art.-Nr. REFL10152

Lernschuh aus Holz – Schuhe binden lernen mit Schnürsenkel

Schuhe binden lernen am Tisch statt in der Eile: Der Lernschuh aus Holz mit Metallösen und flachem Baumwollsenkel zeigt beim Schnürsenkel binden für Kinder ab 3 Jahren in vier Schritten, wie aus zwei Hasenohren eine feste Schleife wird. Klein, leicht und mit 100 g auch für unterwegs.

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So lernt Ihr Kind am Holzschuh Schritt für Schritt Schuhe binden

Schuhe binden lernen klappt am besten in Ruhe am Tisch und nicht morgens im Flur, wenn alle schon zur Tür hinauswollen. Genau dafür ist dieser Lernschuh aus Holz gemacht: Ihr Kind legt ihn flach vor sich hin oder nimmt ihn auf den Schoß, sieht die Ösen von oben und hat beide Hände frei. Mit 100 g ist er leicht genug, um ihn in jede Tasche zu stecken, und flach genug, damit er auf dem Tisch ruhig liegen bleibt.

Der flache Schnürsenkel aus Baumwolle hat feste Enden. Damit findet Ihr Kind den Weg durch die glatten Metallösen, ohne dass das Band ausfranst. Gearbeitet wird in vier Schritten, die Sie gemeinsam benennen können:

  • Einfädeln: Das feste Ende zwischen Daumen und Zeigefinger fassen, durch die Ösen führen und am Schluss beide Enden hochziehen, bis sie gleich lang sind.
  • Kreuzen: Die beiden Enden zu einem „X“ legen, ein Ende unten durchschieben und seitlich festziehen. Das ist der einfache Knoten, auf dem alles aufbaut.
  • Schlaufen formen: Jedes Ende zu einer kleinen Schlaufe falten, den „Hasenohren“. Jetzt müssen die Finger getrennt arbeiten und die Schlaufen mit leichtem Druck halten.
  • Zuziehen: Die Hasenohren überkreuzen, eines unten durch das Loch schieben und an beiden Seiten ziehen. Wer mag, macht danach noch einen Doppelknoten für den Pausenhof.

Weil der Schuh nicht am Fuß sitzt, kann Ihr Kind jede Bewegung von allen Seiten anschauen, aufmachen und neu beginnen, so oft es möchte.

Was Ihr Kind beim Binden der Schleife übt

Beim Einfädeln hält eine Hand den Schuh fest, die andere lenkt das feste Ende genau auf die Mitte der Öse. Das Auge führt, die Hand folgt: Diese Auge-Hand-Koordination und der Pinzettengriff zwischen Daumen und Zeigefinger werden mit jeder Öse sicherer. Dieselben kleinen Muskeln in Fingern und Handgelenk braucht Ihr Kind später für den Dreipunktgriff am Stift, beim Schneiden mit der Schere und beim Schreiben.

Der zweite Gewinn zeigt sich bei den Schlaufen. Wer Schleife binden lernen will, muss sich eine Reihenfolge merken: erst kreuzen, dann falten, dann durchschieben. Ihr Kind lernt, den Zug am Band zu dosieren und beide Hände gleichzeitig unterschiedlich arbeiten zu lassen. Geht ein Versuch schief, ist das sofort sichtbar und schnell korrigiert. So wächst die Geduld fast nebenbei, und der Moment, in dem die erste Schleife hält, macht Kinder sichtbar stolz.

Das Schleife binden lernen nach Montessori folgt hier dem Gedanken der Ankleiderahmen aus dem praktischen Leben: Ein Alltagsgriff wird aus der Eile herausgelöst und als eigene Übung angeboten. Mehr zur Pädagogik dahinter lesen Sie auf unserer Seite zur Montessori-Methode.

Unser Rat für die erste Übung mit dem Lernschuh

Zeigen Sie die Schritte zuerst selbst, langsam und fast ohne Worte, und setzen Sie sich dabei neben Ihr Kind statt gegenüber. So sieht es die Bewegung aus derselben Richtung, in der es sie später selbst ausführt. Lassen Sie es dann nur den ersten Schritt nachmachen: Einfädeln reicht für die erste Runde völlig.

Ein häufiger Fehler ist, zu früh zu helfen. Wenn eine Schlaufe aufgeht, warten Sie einen Moment, bevor Sie eingreifen. Meist sieht Ihr Kind selbst, wo das Band verrutscht ist. Eine weitere Hilfe aus der Praxis: Zwei Schnürsenkel in unterschiedlichen Farben machen sichtbar, welches Ende oben und welches unten liegt. Flache Bänder rutschen weniger durch die Finger als runde, und ein Senkel in passender Länge verheddert sich nicht.

Viele Familien nutzen einen kleinen Spruch zum Schuhebinden, etwa: „Zwei Hasenohren stehen auf, eins hüpft über, eins kriecht durch, zieh fest, fertig.“ Der Reim gibt den Takt vor, und Ihr Kind sagt ihn bald allein vor sich hin, während die Hände arbeiten.

Sitzt die klassische Schleife, wird der Holzschuh zum Knobelbrett. Ihr Kind kann gerade parallel schnüren, als Leiter, über Kreuz oder in eigenen geometrischen Mustern. Jede neue Schnürart verlangt, den Weg des Bandes vorher im Kopf zu planen, und lässt sich wieder auflösen, ohne dass etwas kaputtgeht.

Vom ersten Knoten bis zum eigenen Schuh, und die Pflege

Der Lernschuh ist ab 3 Jahren geeignet und begleitet Kinder bis ins Grundschulalter. Mit drei bis vier Jahren steht meist das Einfädeln im Mittelpunkt, danach der einfache Knoten. Die vollständige Schleife gelingt vielen Kindern erst im Vorschulalter, oft rechtzeitig vor der Einschulung. Vergleiche mit Gleichaltrigen helfen dabei wenig: Jedes Kind findet seinen eigenen Takt, und Druck macht die Finger eher steif. Wenn es am Holzschuh sicher klappt, wechseln Sie zum echten Schuh, zuerst ausgezogen auf dem Tisch, dann am Fuß. Bei jeder Übung bleibt ein Erwachsener dabei, denn das lange Band ist kein Spielzeug für unbeaufsichtigte Momente.

Zur Pflege genügt ein weiches, leicht feuchtes Tuch. Holz verträgt keine stehende Nässe: Legen Sie den Schuh nicht ins Wasser und lassen Sie ihn nach dem Abwischen an der Luft trocknen. Bewahren Sie den Senkel nach dem Spielen eingefädelt oder aufgerollt auf, dann ist er beim nächsten Mal sofort bereit.

Lernschuh, Ankleiderahmen oder Motorikbrett: der Unterschied

Ein Montessori-Ankleiderahmen trainiert Knöpfe, Reißverschlüsse oder Schleifen an einem Stück Stoff im Rahmen. Der Lernschuh dagegen hat die Form eines echten Schuhs mit Ösen in zwei Reihen. Ihr Kind erkennt sofort, wofür es übt, und überträgt den Ablauf leichter auf die eigenen Turnschuhe. Ein Motorikbrett mit Verschlüssen bietet viele Griffe auf einmal; der Lernschuh konzentriert sich ganz auf das Schnürsenkel binden für Kinder und ist dafür klein, leicht und auf Reisen schnell eingepackt.

Ähnliche Übungen für den Alltag finden Sie in unserer Kategorie Selbstständigkeit und Alltagskompetenz sowie bei den Übungen des praktischen Lebens. Wer zuerst nur das Einfädeln festigen möchte, wird bei unseren Fädelspielen fündig.

Häufige Fragen zum Schuhe binden lernen

Ab welchem Alter können Kinder Schuhe binden lernen?

Mit dem Einfädeln können Kinder ab 3 Jahren beginnen, und dieser Lernschuh ist ab diesem Alter freigegeben. Die fertige Schleife gelingt vielen Kindern im letzten Kindergartenjahr, manchen früher, manchen später.

Welcher Trick hilft Kindern beim Schleifebinden?

Der bekannteste Trick beim Schleifebinden für Kinder sind die „Hasenohren“: Statt eine Schlaufe um die andere zu wickeln, formt Ihr Kind zwei Schlaufen und knotet sie wie beim ersten Knoten. Zwei verschiedenfarbige Bänder erleichtern das zusätzlich.

Gibt es einen Spruch zum Schleifebinden?

Ja, viele Familien sprechen einen kurzen Reim mit, zum Beispiel „Zwei Hasenohren stehen auf, eins hüpft über, eins kriecht durch, zieh fest, fertig.“ Wichtig ist nur, dass die Worte zu den Handgriffen passen.

Wie bindet man eine Schuhschleife am besten mit Kindern?

Üben Sie eine Schuhschleife binden zuerst am Lernschuh auf dem Tisch, wo beide Hände frei sind. Erst wenn Ihr Kind dort die Schleife binden kann, sind die Schuhe am Fuß an der Reihe.

Eigenschaften des Lernschuhs

  • Alter: ab 3 Jahren
  • Gewicht: 100 g
  • Material: Holz, glatte Metallösen, mit Wasserfarbe bemalt
  • Schnürsenkel: flaches Baumwollband mit festen Enden
  • Pflege: mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abwischen
  • 2 Jahre Garantie

Achtung: Kleine Teile. Erstickungsgefahr. Lange Schnur. Strangulationsgefahr. Diese Hinweise bitte aufbewahren. Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet.

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